RAP-Applikation im S/4-Stack

RAP (ABAP RESTful Application Programming Model) als Werkzeug für Erweiterungen, die eng am S/4-Standard-Datenmodell hängen und im Mandanten leben sollen. Wir entwickeln Business Object Erweiterungen, Custom-CDS-basierte Apps und Standard-Erweiterungs-Patterns – versioniert, Lifecycle-fähig, ATC-konform. Wann RAP, wann CAP auf BTP, beantworten wir gemeinsam pro Erweiterung, nicht pauschal.

RAP in einer Sentence

RAP – das ABAP RESTful Application Programming Model – ist das moderne Werkzeug, mit dem Sie im S/4HANA-Mandanten neue Apps und Erweiterungen bauen, ohne den Standard zu deformieren. Kein Custom- Mod, keine Z-Tabelle die Standard-Daten redupliziert: Custom-CDS- Views liegen über Standard-Tabellen, eine Behaviour Definition regelt was lesend, schreibend und mit Draft-Status passiert, Fiori Elements rendert die UI auf Basis der Annotations.

Wann RAP – und wann CAP

Wir treffen die Entscheidung pro Erweiterung. Die Regel ist:

Diese Trennung ist nicht philosophisch – sie ist Lifecycle-Pragmatik. Eine RAP-App leidet, wenn sie zu nahe an einem Drittsystem hängt (jeder S/4-Upgrade trifft die Schnittstelle). Eine CAP-App leidet, wenn sie zu nahe am S/4-Datenmodell hängt (jede Standard-Tabellen- Erweiterung muss nachgezogen werden).

Aufbau einer typischen RAP-App

Custom Entity oder Custom-CDS

Wir definieren die Datenstruktur – entweder als Custom-CDS-View auf Standard-Tabellen oder als eigene Custom-Entity wenn neue Felder ergänzt werden müssen. Annotation-getrieben, mit klaren Bezugsfeldern zum Standard.

Behaviour Definition

Die Behaviour Definition (BDEF) regelt das Verhalten: welche Aktionen sind erlaubt (read, create, update, delete), welche Validierungen laufen, welche Authorization-Checks gelten, ob Draft-Handling aktiv ist. Hier liegt die Geschäftslogik – versioniert, ATC-prüfbar, mit Unit-Tests abdeckbar.

Behaviour Implementation

Die Implementation (BHV) setzt die Aktionen um – typisch als ABAP-Klasse mit ~~~determinations, ~~~validations, ~~~actions. Hier docken wir auch BAdI- und Standard-Logik an, wo sinnvoll.

Service Definition + Binding

Wir definieren den OData V4-Service (welche Entitäten werden exponiert, welche Aktionen sind aussen sichtbar) und binden ihn via OData V4 Service Binding. Damit ist der Service automatisch über die SAP-Gateway-Infrastruktur erreichbar.

Fiori Elements UI

Die UI entsteht weitgehend automatisch aus den UI-Annotations in der Custom-CDS. Listenpage, Object-Page, Filter-Bar, Sortier- Defaults – alles deklarativ. Custom-Logik in der UI bleibt eine bewusste Ausnahme, nicht die Regel.

Standard-Patterns die wir mitbringen

Wir nutzen wiederkehrende RAP-Patterns aus unserer Praxis:

Diese Patterns werden im abapGit-Repository mit Code-Beispielen, ATC-Regelsätzen und Testfällen gehalten – wir bauen nicht jeden Workflow von Grund auf neu.

Trade-offs ehrlich genannt

RAP hat klare Grenzen:

Wer mit uns arbeitet

Dieses Angebot richtet sich an ABAP-Leads und Tech-Architekten, die eine Erweiterungs-Strategie definieren wollen – pro Anforderung die richtige Wahl zwischen RAP und CAP. Eine Architektur-Review (30 Min) auf eine konkrete geplante Erweiterung ist der schnellste Einstieg.

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