Architektur-Mandat — Solution Architect as a Service
Ein wiederkehrendes Architektur-Kontingent (typisch zwei bis vier Tage pro Monat): Pattern-Entscheide CAP vs. RAP, Clean-Core-Leitplanken, ATC-Gates in der Pipeline, Review jeder neuen Erweiterung, Identity- Architektur mit IAS/IPS. Der Architekt kennt Ihre Landschaft nach drei Monaten besser als jeder Projekt-Einkauf — und bleibt über Releases hinweg dieselbe Person.
Das Problem, das dieses Mandat löst
Zwischen zwei Projekten hat niemand den Hut auf. Erweiterungen entstehen dort, wo gerade Kapazität ist — mal im Mandanten, mal auf der BTP, mal beim Dienstleister, der sein Lieblings-Pattern mitbringt. Nach zwei Jahren ist der Clean Core ein Vorsatz, kein Zustand: Modifikationen sind zurück, die Side-by-Side-Services haben drei verschiedene Auth-Modelle, und beim nächsten Release-Wechsel zahlt jemand die Rechnung.
Das Architektur-Mandat setzt genau dort an: ein Senior-Architekt mit einem festen, planbaren Kontingent — typisch zwei bis vier Tage pro Monat — der die Architektur-Verantwortung über Projekte und Releases hinweg trägt.
Was im Kontingent steckt
Pattern-Entscheide. Jede neue Erweiterung bekommt einen begründeten Platz: RAP im Stack, wenn sie eng am S/4-Datenmodell hängt — CAP auf der BTP, wenn der Lifecycle eigenständig sein soll. Kein one-size-fits-all, sondern ein Entscheid pro Fall, als Architecture Decision Record dokumentiert.
Clean-Core-Leitplanken. Was darf in den Mandanten, was muss Side-by-Side, wo sind Modifikationen tabu — als gelebte Regeln in der Entwicklungs-Pipeline (ATC-Gates, Namensräume, Transport-Konventionen), nicht als Wiki-Seite, die niemand liest.
Reviews. Neue Designs — eigene wie die von Drittanbietern — gehen über den Tisch des Architekten, bevor sie gebaut werden. Integrationen laufen über die Integration Suite statt über Punkt-zu-Punkt-Strecken; Identity konsolidiert auf IAS/IPS statt pro Anwendung neu erfunden.
Einordnung neuer SAP-Bausteine. Joule, AI Hub, Datasphere, HANA Cloud Vector Engine — was davon trägt in Ihrer Landschaft, was ist Roadmap-Folklore. Der Architekt filtert, bevor Evaluations- Aufwand entsteht.
Arbeitsmodus
Fester Rhythmus statt Feuerwehr: ein Architektur-Board pro Monat, Review-Slots nach Bedarf, erreichbar zwischen den Terminen. Der Architekt arbeitet mit Ihren Teams — interne Entwickler, Bestands- Dienstleister, SAP — und vertritt dabei Ihre Landschaft, nicht unser Auftragsvolumen.
Einstieg
Ein Architektur-Review (30 Min) zeigt, ob die Chemie stimmt und wo die ersten Baustellen liegen. Danach startet das Mandat mit einer Bestandsaufnahme der Erweiterungs-Landschaft — die erste Entscheidungsliste liegt nach vier Wochen vor.
Stand: 2026-06-25
