Hyperscaler-Regionen Schweiz – was 2026 verfügbar ist

Stand 2026

Vier Hyperscaler haben heute Schweizer Regionen. Verfügbarkeit, Reife und SAP-Tauglichkeit unterscheiden sich.

Microsoft Azure

Reife: hoch. Marktanteil bei Schweizer Mittelständlern hoch. Vorteil: Microsoft-Ökosystem (M365, Entra ID).

AWS

Reife: hoch. Stärken: breites Service-Portfolio, ML/AI-Tooling.

Google Cloud

Reife: hoch. Stärken: ML/AI-Tools, BigQuery.

SAP

Reife: für SAP-zertifizierte Setups gut, kleinere Service-Auswahl als bei den drei Hyperscalern.

Was bei SAP-Workloads zählt

  1. HANA-Zertifizierung der VM-Familien – nicht jede Hyperscaler-VM-Klasse ist HANA-zertifiziert.
  2. Verfügbarkeit über zwei Availability Zones für Hochverfügbarkeit (HA-Setup mit System Replication).
  3. Backup in zweite Region – meist innerhalb des EWR (Frankfurt, Amsterdam) für DR. Bei strikten Schweiz-Anforderungen: zweite Schweizer Region (Azure und AWS bieten das).
  4. Latency – Schweizer Region zu Schweizer User: typisch < 10 ms, sehr gut. Schweizer Region zu Frankfurt: 8-12 ms.

Wo es noch Lücken gibt

Was zu klären ist

Frage Wo fragen?
HA-Architektur mit zwei Schweizer Zonen? Hyperscaler-Architekt
DR-Backup in zweite Region – wo? Compliance + Architekt
Subprozessor-Kette aktuell dokumentiert? Cloud-Provider-Vertrag
SAP-Support für gewählte VM-Familie? SAP-Hinweise prüfen
Latency zu Corporate-Netz / Bürostandorten? Network-Test

Faustregel

Für Schweizer Mittelständler mit SAP-Workloads ist 2026 eine Schweizer Hyperscaler-Region der Default. Ausnahmen (US-Region, EWR-Region) brauchen explizite Begründung – Performance, Kosten, Service-Verfügbarkeit. Pure Schweiz-Pflicht-Argumente reichen oft nicht; sie müssen mit FINMA, nDSG oder Branchen-Vorgaben unterlegt sein.

Stand: 2026-04-30

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