HANA Cloud Vector Engine – kurz erklärt

Worum es geht

Klassische RAG-Setups brauchen drei Komponenten: einen Embedding-Service (Modell), eine Vektor-Datenbank (Pinecone, Weaviate, Qdrant, pgvector) und eine LLM-Inference-Schicht. Die Vektor-Datenbank war oft Quelle von Komplexität – Lifecycle, Backup, Compliance, Lizenz.

Die HANA Cloud Vector Engine (verfügbar seit 2024, GA für Produktion seit Mitte 2024) löst das in der SAP-Welt: Vektoren werden in der vorhandenen HANA Cloud gespeichert und abgefragt. Eine Komponente weniger.

Was sie kann

Wo die Grenzen sind

Wann die richtige Wahl

Sinnvoll:

Eher nicht sinnvoll:

Konkretes Beispiel

```sql -- Tabelle für Wissensbasis-Chunks CREATE TABLE knowledge_chunks ( id NVARCHAR(36) PRIMARY KEY, doc_id NVARCHAR(120), chunk_text NCLOB, embedding REAL_VECTOR(1536), last_modified TIMESTAMP, audience NVARCHAR(20) );

-- Hybrid-Search: Vektor + Filter SELECT id, doc_id, chunk_text, COSINE_SIMILARITY(embedding, ?) AS score FROM knowledge_chunks WHERE audience = 'public' AND last_modified > ADD_MONTHS(CURRENT_DATE, -6) ORDER BY score DESC LIMIT 10; ```

Eine einzige Abfrage, ein einziger System-Roundtrip.

Faustregel

Wer eine RAG-Anwendung baut und HANA Cloud bereits hat: Vector Engine ist der Default. Wer einen reinen AI-Stack ohne SAP aufsetzt: spezialisierte Vektor-DB sinnvoller.

Stand: 2026-04-30

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